Colour zoning in ruby from Mong-Shu, Burma
Colour zoning in ruby from Mong-Shu, Burma
Agate from Reichweiler, Germany
Agate from Reichweiler, Germany
Inclusions of fossil plant debris in opal from Wollo, Ethiopia
Inclusions of fossil plant debris in opal from Wollo, Ethiopia
Fluid inclusions in quartz with bituminous daughter minerals, China
Fluid inclusions in quartz with bituminous daughter minerals, China
Structure in a healing fissure in topaz from Brazil
Structure in a healing fissure in topaz from Brazil
Spinel crystal in dolomite marble, Burma
Spinel crystal in dolomite marble, Burma
Inclusions of hematite in feldspar (sunstone), India
Inclusions of hematite in feldspar (sunstone), India
Inclusions of hematite in aquamarine, Tanzania
Inclusions of hematite in aquamarine, Tanzania
 
 

Die Gemmologie – Aristokratin der Naturwissenschaften

Auch wenn es dem Menschen gelungen ist, in die Geheimnisse des Lebens der Tiere und Pflanzen einzudringen, bewahren die Edelsteine ein Geheimnis, das Erstaunen und tiefen Respekt hervorruft.

Die Vollkommenheit derbezaubernden Erzeugnisse des Mineralreiches – hervorgebracht vor Jahrmillionen durch die Natur – ist faszinierend. Bereits in prähistorischer Zeit wurden farbige Kiesel gesammelt. Die Flüsse haben sie während langer Zeitausgehoben und abgeschliffen bis sie dann an die Ufer der Meere geschwemmt wurden.

Offenbar haben sich zuerst die Männer mit diesen wertvollen Kleinodien geschmückt, um die Aufmerksamkeit ihrer Umworbenen auf sich zu lenken. Später erst wurden sie zu den edelsten Merkmalen weiblicher Anmut. Die Vielfalt der seltenen und wertvollen Steine regte seit der Antike den Menschen an, deren Geheimnisse zu lüften und in ihre Wunder einzudringen. Seither sind die Erkenntnisse immer erweitert worden. Eine neue Wissenschaft, aus der Mineralogie gewachsen, mehrere Disziplinen der Naturwissenschaften sowie der Kunstgeschichtein sich vereinend, entwickelte sich und wurde in den Adelsstand erhoben: die Gemmologie.